Morgens auf dem Harzer Hexenstieg

Es ist Freitag, die Arbeitswoche ist geschafft und das Wochenende steht vor der Tür. Ich sitze am Schreibtisch, höre laut Musik und möchte gerne den zweiten Blogartikel über meine Fotografie „Abenteuer“ schreiben. Abenteuer? Nun ja, vielleicht ist das etwas hochgegriffen. Für mich sind es Abenteuer, für Andere eher nicht. Einigen wir uns auf Fotografie Themen :-).

 

Die Fotografie hat sich in den letzten Jahren zu einem festen Bestandteil meines Lebens entwickelt. Es wurde mit den Jahren immer intensiver und anspruchsvoller. Es ist mittlerweile soweit, dass ich regelmäßig fotografieren muss. Mein Kopf verlangt danach. So wie der Bodybuilder ins Fitnessstudio gehen muss, geh ich raus in die Natur. Durch das Fotografieren fühle ich mich ausgeglichen. Auf der Arbeit habe ich jeden Tag mit 30-50 verschiedenen Personen zu tun. Und alle wollen etwas von einem: „Herr Siegroth, können Sie mal bitte....“, „Herr Siegroth, ich habe ein Problem“, „Herr Siegroth, ich versteh das nicht...“. Nach einer anstrengenden Arbeitswoche fühlt man sich im Kopf sehr müde und will einfach nicht mehr mit fremden Menschen sprechen. Immer wenn das der Fall ist, versuche am Wochenende die Ruhe zu finden. Die Natur ist dafür der geeigneter Ort.

 

Diese Mal war es so, dass ich am Anfang der Woche schon gemerkt habe, dass die Woche anstrengend wird. Also habe ich mir Gedanken gemacht, was bzw. wo ich am Wochenende fotografieren könnte. Schnell fiel mir der Harz ein. Der Nationalpark Harz ist ca. anderthalb Stunden von meinem Zuhause entfernt und für einen Tagestrip genau das Richtige. Aber wo genau sollte es hingehen? Der Harz hat viele verschiedene Orte wo man fotografieren könnte. Nachdem ich den Wetterbericht für´s Wochenende gecheckt hatte (Es sollte heiter werden. Was auch immer das bedeutet), war der Plan, morgens in den Harz zu fahren und während des Sonnenaufgangs irgendwo hin zu wandern. Und da bietet sich doch der Brocken an. Ich muss gestehen, dass ich noch nie auf dem höchsten Berg Norddeutschlands war und das sollte sich am Wochenende nun endlich ändern. Dank Google war es dann auch ziemlich einfach, den passenden Wanderweg auszusuchen. Auf der Seite www.harzinfo.de habe ich dann den passenden Wanderweg für meinen Trip gefunden. Der „Harzer Hexenstieg“ sollte es sein. Der Wanderweg startet in Schierke und geht über 5km hoch zum Brocken. Lediglich 500 Höhenmeter müssen überwunden werden. Genau das Richtige für mich, dachte ich mir.

 

Am Samstag war es dann soweit. Um vier Uhr klingelte der Wecker und ich machte mich auf den Weg in den Harz. In Schierke angekommen, musste ich dann einen Parkplatz finden. Und das war gar nicht so einfach. Nachdem ich dann 20 Minuten ziemlich sinnfrei durch Schierke gefahren bin, habe ich mich dazu entschlossen, im Parkhaus zu parken. Von da aus ging es dann auf dem Harzer Hexenstieg hoch zum Brocken.

 

Der Wanderweg ist an bestimmten Stellen schon sehr anspruchsvoll. Aber es lohnt sich definitiv. Er ist abwechslungsreich und in ca. zwei Stunden ist man oben am Brocken und kann sich für den Rückweg stärken. Nach fünf Stunden wandern und fotografieren ging es dann kaputt aber glücklich wieder nach Hause.

 

Viel Spaß mit meinen Eindrücken!

 

Jörn